Zollbestimmungen in Deutschland

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Zollbestimmungen in Deutschland

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Vorsicht bei Mitbringseln: Zollbestimmungen in Deutschland

Die Souvenirjagd gehört für die allermeisten ebenso zum Urlaub wie Relaxen am Strand, Ausspannen im Spa oder Aktivsein im Freien. Wer sich in den schönsten Wochen gern zu einer Shopping-Tour hinreißen lässt, kehrt nicht selten mit bis zum Rand gefüllten Koffern zurück nach Hause – und das, obwohl schon bei der Hinreise kaum mehr Platz für die notwendigsten Dinge gewesen ist. Je nachdem, ob man mit dem Flugzeug unterwegs ist, kann dies ein böses Erwachen am Flughafen bedeuten, wenn einem horrende Gebühren für das Übergepäck auferlegt werden. Noch teurer kann es werden, wenn man bei der Ankunft in der Heimat die Einfuhrkontrolle durchquert, ohne die eingekauften Waren zu deklarieren. Denn wer sich nicht an die Zollbestimmungen hält, muss  fast immer Strafe zahlen.

Einfuhrregeln für Reisen in- und außerhalb der Europäischen Union

Dass man leicht vergisst, bei der Rückkehr von einer Auslandsreise die jeweiligen Zollbestimmungen im Auge zu behalten, liegt an der Liberalisierung des europäischen Binnenmarktes, durch den wir uns daran gewöhnt haben, dass wir bei den meisten Reisen überhaupt keinen Einfuhrbeschränkungen mehr unterliegen. Ob gewerblich oder privat – wer innerhalb der EU unterwegs ist, kann so viel Kleidung, Technik, Kunst und Schmuck einkaufen wie er/sie möchte, ohne Rücksicht auf etwaige Zollbestimmungen nehmen zu müssen. Einzig die besonders besteuerten Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Tabak unterliegen gewissen Grenzen, die sich, je nachdem, ob es sich um ein „altes“ oder ein „neues“ EU-Land handelt unterscheiden – dort gelten teilweise noch Übergangsfristen. So darf man zum Beispiel bis zu 800 Zigaretten vom Griechenland Urlaub nach Deutschland mit nehmen, aus Bulgarien jedoch nur 200 Stück.
Wirklich relevant werden die Zollbestimmungen also erst bei Reisen, deren Ziel sich jenseits der Grenzen Europas befindet. Niedrige Konsumsteuern wie in den USA und Dubai, oder aber günstige Lebenshaltungskosten wie in Thailand, China und Mexiko machen gerade die Übersee-Ziele zu echten Hot Spots für Souvenir-Schnäppchen. Die Beschränkungen, wie viele Mitbringsel man von dort nach Deutschland einführen darf, richten sich nach dem jeweiligen Warenwert: Gemäß der Zollbestimmungen dürfen bei Flug- oder Seereisen für den Privatgebrauch bestimmte Güter im Wert von bis zu EUR 430,- pro Person eingeführt werden. Ist man mit dem Auto oder der Bahn unterwegs (z.B. in Osteuropa oder auf dem Balkan), liegt die Grenze bei EUR 300,- und Kinder unter 15 Jahren dürfen generell nur Waren im Wert von bis zu EUR 175,- von außerhalb der EU deklarationsfrei mitbringen, ohne gegen die Zollbestimmungen zu verstoßen.

Achtung: Zollkontrollen können teuer werden!

Überschreitet man die Einfuhrgrenze für private Konsumgüter, die außerhalb Europas gekauft wurden, oder transportiert man mehr Genussmittel über die Grenze als erlaubt, kann sich das vermeintliche Schnäppchen aufgrund strenger Zollbestimmungen schnell zum kostspieligen Risiko entwickeln. Für all jene, die – bewusst oder aus Versehen – zu viele Waren aus dem Urlaub mitbringen, und diese nicht deklarieren, sehen die Zollbestimmungen in Deutschland neben einer rückwirkenden Abgabenerhebung auch Geldstrafen vor. Tricksen lohnt sich also nicht, im Gegenteil: Wer sich zum Beispiel im Florida Urlaub einen günstigen Laptop kauft, dessen Preis die Einfuhrgrenze übersteigt, und die Rechnung beim Durchqueren der Zollkontrolle nicht mit sich führt, läuft Gefahr, dass der Wert des Geräts geschätzt wird, und zwar nach dem Durchschnittspreis im Inland. Der Versuch, die Zollbestimmungen zu umgehen, kann im schlimmsten Fall mit einer viel höheren Steuerbelastung enden als eigentlich nötig wäre, außerdem wird die erwähnte Strafe fällig.
Neben Waren aller Art sind übrigens auch Bargeld-Transfers zwischen der EU und Drittstaaten anmeldepflichtig. Liegt die ein- oder auszuführende Geldmenge bei EUR 10.000 oder höher, muss man sich unaufgefordert beim Zoll melden. Hierdurch sollen Geldwäsche und die Finanzierung terroristischer Aktivitäten unterbunden werden. Auch bei Reisen innerhalb Europas muss man fünfstellige Beträge, die bar mitgeführt werden gemäß den Zollbestimmungen preisgeben – allerdings nur, wenn man durch einen Beamten dazu aufgefordert wird.

 

© Foto by Zyance/Wikipedia & DMahendra/Flickr
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