Reisetrends: Pauschalreisen

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Reisetrends: Pauschalreisen

Pauschalurlaub dank Neckermann

Wer weder Lust auf Rucksack, noch auch Bahn hatte, für den hieß Pauschalurlaub der neue Reisetrend. Streng genommen ist die Geburtsstunde des „Billigurlaubs“ auf den 17. Mai 1861 datiert, als der britische Tourismuspionier Thomas Cook eine Reise für englische Arbeiter per Bahn und Schiff nach Paris, in der die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung im Preis inbegriffen waren, organisierte. Zwar legte Cook damit den Grundstein für eine Reisebewegung, die vor 147 Jahren ihren Anfang nahm, aber massentauglich wurde sie erst ab 1963 dank Neckermann Reisen. Begünstigt wurde der Pauschalurlaub durch die Einführung des Düsenjets. Der berühmte Jumbo – die Boeing 747 – geht Anfang der 70er-Jahre in Serie. Es ist der erste Großraumflieger, der mehrere hundert Passagiere in sonnige Gefilde transportieren konnte. Schon 1956 boten Veranstalter erstmals einem größeren Kundenkreis Pauschalreisen zu Zielen wie Mallorca an, doch der Boom setzte erst einige Jahre später so richtig ein.

Neben Italien rückte vor allem Spanien auf der Beliebtheitsskala der Deutschen nach oben. Am Haro-Beach beispielsweise, einem vier Kilometer langen Sandstrand an der Costa Brava, existierte noch 1954 nur ein einziges Hotel; im Jahr 1963 sind es bereits 67. Der gleiche Trend setzte für die Türkei ein, deren südanatolische Küste von bundesdeutschen Bauunternehmen für den Tourismus erschlossen wurde. Appartements, Ferienhäuser und ganze Strandkolonien und Hotelresorts sind in dieser Zeit in Südanatolien für Devisen bringende Gäste entstanden. Erst um 1980 erfährt der klassische Pauschalurlaub eine kleine Flaute. Im Gegensatz zu früheren Jahren wollten viele nicht mehr nur am Strand Sonne tanken, sondern waren im Urlaub auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Sportliche Betätigung, Abenteuer, Bildung und kulturelle Erlebnisse rückten in dieser Zeit in den Vordergrund, wie sie die klassischen Touristenorte zumeist nicht bieten können.

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