Reisetrends: Camping
Zurück zur Natur
Wer sich keine Auslandsreise leisten konnte, verbrachte meist Urlaub im eigenen Land. Besonders beliebt war der aus den USA importierte Campingurlaub. 1954 hatte die Bundesrepublik nach Frankreich (1700 Zeltplätze) innerhalb weniger Jahre in Europa mit 350 Plätzen die zweithöchste Dichte an Campingplätzen erreicht. Schon damals rangierte Bayern als Urlaubsziel im eigenen Land an erster Stelle. Die Freizeitindustrie hat sich schnell auf den neuen Trend eingestellt und große Hauszelte aus Regen abweisenden Materialien in den Handel gebracht, die auch einen Camping-Aufenthalt bei schlechtem Wetter ermöglichten.
Auch Reisebüros haben in dieser Zeit den Reisetrend erkannt und begannen Zeltreisen mit dem Omnibus in ihr Programm aufzunehmen. Bei individuell geplanten Reisen war bis Anfang der 60er Jahre die Bahn noch das meist genutzte Transportmittel, danach fand eine zunehmende Motorisierung statt. Immer mehr Menschen investierten in einen PKW oder einen Wohnwagen, um damit in den Urlaub zu fahren.


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