Reisegeschichte: Reisen als Privatvergnügen

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Reisegeschichte: Reisen als Privatvergnügen

Reisen als Privatvergnügen

Reisen, das ist nach heutigem Verständnis in erster Linie Urlaub, Freizeit, Zeit für sich und die Dinge, die man gerne tut und zugleich ein Heraustreten aus dem Alltagstrott. Einiges lässt man auf Reisen zurück. Man bricht auf zu neuen Ufern, kann lästige Gewohnheiten und äußere Zwänge ablegen. Die Erfahrung von Fremde, das Entdecken von Neuem, belebt und verjüngt. Zu einer Industrie entwickelte sich das Reisen erst im 20. Jahrhundert. Reisebüros, die alle Teile einer Reise für einen buchen, gibt es ungefähr seit Ende des 19. Jahrhunderts. Bis zu diesem Zeitpunkt war es üblich, Transportmittel und Unterkunft direkt beim Dienstleister zu buchen, wie das heutzutage wieder bei Individualtouristen gängig ist.

„Alles beginnt mit der Sehnsucht“

So brachte Nelly Sachs einen der Hauptauslöser von Reisen auf den Punkt. Auf der Suche nach dem Glück träumen die Menschen von fernen Orten, oft in Verbindung mit der Sehnsucht nach einer Welt, die noch unberührt von Industrialisierung und Zivilisation ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machten sich daher viele Künstler auf zu fernen Ufern. Den Maler Paul Gauguin verschlug es beispielsweise nach Polynesien, er brachte farbenprächtige und idyllische Bilder von Tahiti mit, die das Fernweh vieler Menschen und Künstler schürte. Die widersprüchlichen Erwartungen, die Menschen an Reisen haben, sind daher auch von jeher extrem hoch. Reisen müssen speziell und einmalig sein, ob das nun besonders erholsam oder besonders aufregend ist. Gesucht wird ferner nach Komfort bei Ursprünglichkeit und unberührter Natur, nach Einsamkeit und guter Unterhaltung. Kein Wunder, dass sich Paare auf Reisen gerne streiten...

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