Reisegeschichte: Krieg und Reisen
Krieg und Reisen
Der Krieg spielte lange Zeit die wichtigste Rolle, wenn es um Fortbewegung und das „Reisen“ zu anderen, fremden Orten ging. Das Wort 'Reisen' leitet sich vom althochdeutschen rîsan ab, was soviel wie aufbrechen, insbesondere zu kriegerischen Unternehmungen bedeutet. Als die Vorfahren der Menschen mehrere tausend Jahre vor Christi Geburt anfingen, sesshaft zu werden, bildeten sie Siedlungen. Diese grenzten sich im Laufe der Zeit voneinander ab, und mit den Mauern und Grenzen entstanden Konflikte um Gebiete, um Ernten und um alles, was sonst einen Streitwert besaß. Ein Jahrhundert vor Christus machten sich schließlich die Römer unter Augustus daran, das germanische Gebiet zu erobern, mit einem Wegestreckennetz zu erschließen und zu besiedeln. Als die Hunnen begannen, das Reichsgebiet zu überfallen und es schließlich zum Untergang des römischen Reichs kam, brach die Zeit der großen Völkerwanderungen an. In dieser Phase des Umbruchs, im 4. und 5. Jahrhundert nach Christus, wurden einzelne Gebiete komplett verlassen, die Bevölkerung zog auf der Flucht weiter und erschloss andere Regionen. Nachdem sich ein neues Herrschaftssystem zu entwickeln begann, kamen die Menschen auch wieder zur Ruhe, und anstelle des Kriegs wurde die Religion zum wichtigen Auslöser von Reisen.
Was die modernen Transportmittel betrifft, so wurde der Grundstein zwar mit der Erfindung des Dampfmotors während der Industrialisierung gelegt, doch waren es die Kriegszeiten, die die Fertigung von Flugzeugen perfektionierte. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs setzte man noch auf Dampfluftballons zu Aufklärungszwecken, 1918 hatten alle Kriegsteilnehmer schon eine voll ausgestattete Luftwaffe mit einer Flotte an Kampfflugzeugen. Die dafür realisierten technischen Neuerungen konnten dann auch für den Personenverkehr eingesetzt werden.
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