Reisegeschichte: Marktdurchbruch Billigflieger

gutschein-bild
50 Euro
sichern!
Für jede Buchung erhalten Sie einen Reisegutschein im Wert von 50 Euro. Mehr Info hier.

Reisegeschichte: Marktdurchbruch Billigflieger

Billigflieger: vom regionalen Erfolg bis zum Marktdurchbruch

Noch bis in die 90er Jahre verkörperten die bekannten Airlines und ihre Respekt einflößenden Flugzeuge eine Art von Luxus, wie ihn sich Durchschnittsverdiener, wenn überhaupt, nur gelegentlich leisten konnten. Zumindest in Europa fuhr Otto Normalverbraucher weiterhin mit dem Auto oder Zug, wenn er sich für den Urlaub oder aus geschäftlichen Gründen auf Reisen begab. In den dünner besiedelten Industriestaaten außerhalb des Alten Kontinents – USA, Kanada, Australien und Neuseeland – sind die Entfernungen zwischen den Städten, damals wie heute, auf dem Landweg oft kaum zu meistern, oder das Gelände ist so unwegsam, dass man es nicht gefahrlos durchqueren kann. Kein Wunder also, dass hier, wo der Bedarf am größten war, schon 1949 die Geburtsstunde der Billigflieger schlug. Als erster Low Cost Carrier ging damals Pacific Southwest Airlines (PSA) an den Start: Zum Spottpreis von 16 Dollar pro Ticket konnte man einmal pro Woche von San Diego nach Oakland (bei San Francisco) fliegen. Weitere Ziele in Kalifornien folgten, bis man das Streckennetz schließlich auf sämtliche wichtigen Metropolen im Südwesten der USA ausweitete. 

Eine Idee, die sich durchsetzt – auch in Europa

1988 stellte PSA den Flugbetrieb ein. Da hatte sich das Konzept der Billigfluglinie jedoch längst durchgesetzt und der Boom des preisgünstigen Fliegens war in den USA nicht mehr zu bremsen. Europa stand vorerst als Nachzügler da – Bahn fahren war günstig und die starren Luftfahrtbestimmen in den einzelnen Ländern verhinderten, dass ausländische Airlines feste Basen einrichten und den meist in Staatsbesitz befindlichen nationalen Fluglinien bei den Inlandsstrecken Konkurrenz machen konnten. Erst die EU löste schrittweise die Regulierungen für den Flugbetrieb in den Mitgliedsstaaten – 1992 wurden die Beschränkungen im zwischenstaatlichen Luftverkehr weitestgehend aufgehoben, 1997 auch bei den Inlandsverbindungen – und ermöglichte, dass Fluggesellschaften innerhalb der Union grenzübergreifend agieren und die für sie rentablen Strecken zum günstigsten Preis bedienen konnten.